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Liebe Hildburghäuserinnen und Hildburghäuser,

am 08. März 2020 finden die Bürgermeisterwahlen in Hildburghausen statt. 

Ich kandidiere für das Bürgermeisteramt, denn unsere Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner sind es wert, das Beste für sie zu geben. Nach sechs Jahren, in denen jede anderer Meinung – als die des Bürgermeisters – als Majestätsbeleidigung galt, eine Unkultur des gegenseitigen Misstrauens gesät wurde und städtische Einrichtungen lieblos heruntergewirtschaftet wurden, ist es Zeit für einen Neubeginn!

 

Wir müssen unsere Stadt gemeinsam wieder in Wert setzen.

Folgende Punkte sind für mich dabei besonders wichtig:

 

Freibad und Stadion müssen dringend saniert werden. Dabei sollten die Interessen von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt werden. Durch die Erweiterung des Bebauungsplanes für den sogenannten Multifunktionsplatz bis zum Kunstrasenplatz kann der Theresienplatz als Festplatz und Wohnwagenstellplatz gut erschlossen werden. So können auch Touristen und Gäste der Stadt die Sportstätten nutzen.

 

Die Bibliothek und Touristinfo brauchen benutzerfreundliche Öffnungszeiten und mehr Personal. Das ist gleichzeitig ein wichtiger Schritt, unseren wunderschönen Markt zu beleben! Mehr öffentliche und sozialeAngebote sorgen dafür, dass wieder mehr Menschen in die gute Stube der Stadt kommen. Sie können dann zugleich für Umsatz in den ansässigen Läden und Gaststätten sorgen. Das wäre eine gute Motivation für unsere Gewerbetreibenden in der Innenstadt. Ein weiteres Ziel: Der Markt muss endlich fertig saniert werden, dass er auch für Menschen mit Gehbehinderung wieder gut erreichbar ist. Kostenfreies Kurzzeitparken soll auf Teilen des Marktes dauerhaft möglich sein.

 

Das kulturelle Angebot in unserer Stadt ist unzureichend. Dazu fehlen Angebote für Jugendliche. Unser Theater braucht mehr Veranstaltungen. Dazu müssen die Kosten für die Nutzung reduziert werden. Vereine, Chöre, Jugendbands, Schauspielgruppen der Schulen – Ihnen allen sollte es möglich sein, auf der Bühne in dem schönen Haus aufzutreten. Durch die Realisierung des bereits geplanten Theateranbaus können wir endlich zu einem vielfältig nutzbaren Saal kommen. Fasching, Abiball, Tagungen und Tanzveranstaltungen werden dadurch möglich. Der Park kann damit ebenfalls besser genutzt werden.

Beängstigend ist für mich die dramatische Zunahme an leerstehenden Gebäuden in der Kernstadt und den Ortsteilen. Darunter leidet nicht nur die Attraktivität unserer Stadt. Irgendwann werden wir als Gemeinschaft die Kosten für den Abriss von Häusern zu tragen haben, die zu einer öffentlichen Gefahr werden. Wohnungsgesellschaft und Stadt können hier gemeinsam bedarfsgerechten und bezahlbaren Wohnraum in schönen, alten Häusern schaffen. Da, wo sich der Erhalt der Gebäude nicht mehr lohnt, sollten die Förderprogramme des Landes für den Rückbau genutzt werden.

 

Ein wichtiges Thema ist für mich die zukunftsfähige Entwicklung unserer Stadt. Der Klimaschutz braucht konkrete Maßnahmen. Ein Holzheizkraftwerk, das seinen Energieträger aus dem Stadtwald bezieht und Hildburghausen umweltschonend mit Wärme und Strom versorgt, ist mein Ziel. Wir könnten davon durch eine verbesserte Wertschöpfung im Wald und durch dauerhaft niedrige Energiepreise profitieren.

 

Besonders am Herzen liegt mir die Unterstützung der ehrenamtlich Tätigen. Die Feuerwehr, Sozial- und Umweltverbände, das Tierheim, unsere vielen Vereine – sie alle brauchen Anerkennung und oft auch kleine finanzielle Hilfen. Jeder hier eingesetzte Euro wird im Sinne der Stadt vervielfacht! Beispiele wie die zurückliegende Erhöhung der Pacht für Angelgewässer in den letzten Jahren müssen der Vergangenheit angehören. Die Vereinsunterstützung muss verbessern werden.

 

Welche Maßnahmen ganz oben auf der künftigen Prioritätenliste unserer Stadt stehen, sollen die Bürgerinnen und Bürger selbst über eine Befragung festlegen.

Lassen Sie uns gemeinsam nach guten Wegen für die Zukunft Hildburghausens suchen. Es ist höchste Zeit, den lieblosen Umgang mit unserer Heimatstadt zu beenden. Ich biete Ihnen dafür mein persönliches Engagement sowie meine langjährigen Erfahrungen aus meiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter, Forstverwaltungsrat, Naturparkvorsitzender und Stadtrat an. Wenn wir die Gräben in der Stadt überwinden und zusammen anpacken, können wir die gesteckte Ziele erreichen!

 

Ihr

 

Tilo Kummer

 

Persönliches:

Ich wurde 1968 in Dessau geboren, bin verheiratet und habe drei Töchter.

Nach dem Wehrdienst im Wachregiment Dzierzynski studierte ich an der Humboldt-Universität Berlin Binnenfischerei (Abschluss als Diplom-Fischereiingenieur).

1995 zog ich nach Gerhardtsgereuth, um meine Oma zu pflegen. Ich baute mir damals eine Zierfischzucht und eine Zoohandlung auf.

Von 1999 bis 2019 war ich Mitglied des Thüringer Landtags. Seit 2004 leitete ich dort den Umweltausschuss. Der Landtag entsandte mich zweimal in den Verwaltungsrat von ThüringenForst. Außerdem war ich als Ausschussvorsitzender Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Naturschutz.

Seit sechs Jahren züchte ich im landwirtschaftlichen Nebenerwerb Pferde und Ziegen. Außerdem bewirtschafte ich etwa zehn Hektar Wald und einen Teich.

Ich bin seit vielen Jahren Mitglied des Kreistags und des Stadtrats Hildburghausen.

Ehrenamtlich bin ich unter anderem Vorsitzender des Naturparks Thüringer Wald und des Theatervereins Hildburghausen. Ich bin im Bundesvorstand des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, Fachgruppenleiter Umwelt der Naturfreunde Thüringen und stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins „Alternative 54“.