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Personalsituation in Landratsamt bestätigt Notwendigkeit einer Verwaltungsreform

 

Im Rahmen der Beratung des Kreistages zum Nachtragshausalt informierte Landrat Thomas Müller darüber, dass der Landkreis gegenüber dem Urhaushalt Einsparungen im Personalbereich verzeichnet. Auf Nachfrage von Tilo Kummer schilderte Müller, das dies hauptsächlich auf die zeitweilige Nichtbesetzung von freien Stellen zurückzuführen sei.

 

Betroffen waren davon der Bereich des Amtstierarztes und auch die Bau- und Verkehrsverwaltung. Nach dem Ausscheiden eines dafür verantwortlichen Mitarbeiters in der Bauverwaltung müssen dessen Aufgaben gegenwärtig durch die Verkehrsplanung mit abgedeckt werden.

 

Ähnliche Probleme könnten auch 2017 noch auftreten. Da der Bund die Rechtsgrundlagen im Bereich des Unterhaltsvorschussgesetzes geändert hat, benötigt die Kreisverwaltung hier demnächst mehr Personal. Dieses sei schwer zu finden, so Landrat Müller. Auch auf die Ausschreibung einer freiwerdenden Stelle eines Amtsarztes im Bereich des öffentlichen Gesundheitsdienstes erfolgte bisher noch keine Bewerbung.

 

„Wenn aber die gesetzlich vorgeschriebenen Stellen wie Amtsarzt und Amtstierarzt nicht besetzt sind, ist infolgedessen auch die gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsfähigkeit der Kreisverwaltung eingeschränkt. Das ist brisant und hätte im Falle von Epidemien wie z.B. der Geflügelpest verheerende Folgen“, so Kummer.

 

Kritisch merkt Kummer an, das seitens des Landkreises bisher keine Vorstellungen geäußert werden, wie diese Stellen attraktiver ausgestaltet und beworben werden könnten, um die benötigten Stellen wieder besetzen zu können. Das Land würde durchaus Mittel bereitstellen, um die Besetzung von Amtsärzten im ländlichen Raum zu erleichtern.

 

Es gäbe zudem auch keine Aussage darüber, ob das Problem durch Zusammenarbeit mit anderen Landkreisen gelöst werden könne.

 

Kummer sieht durch diese Entwicklung die Arbeitsfähigkeit des Landkreises in wichtigen Bereichen nicht gegeben. Bestätigt findet er hingegen seine Einschätzung, dass eine Verwaltungsreform in Thüringen dringend notwendig ist. Es müsse darum gehen, für die Menschen eine nach den gesetzlichen Vorgaben und fachlichen Erfordernissen funktionierende und zukunftssichere Verwaltungsstruktur zu schaffen, die zudem finanzierbar bleibe. Diese Form der Daseinsvorsorge müsse gewährleistet werden.