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„Bück Dich Genosse!“: Satirische Lesung verspricht „rabenschwarze Geschichten“

Stephan Schulz

 

Neujahrsempfänge sind zu Jahresbeginn keine Seltenheit und laufen meist nach einem mehr oder minder obligaten Muster ab. Dabei werden die Reden der jeweiligen Gastgeber zumeist von Grußworten umrahmt, bevor auf die geladenen Gäste Häppchen und Getränke warten.

 

Auch der Landtagsabgeordnete Tilo Kummer veranstaltet seit vielen Jahren einen eigenen Empfang, bricht aber regelmäßig aus diesem Veranstaltungsschema aus.

 

Denn lange Reden werden bei Kummer nicht geboten, dafür aber kurzweilige Unterhaltung durch Satiriker. Im engen Kontakt mit dem Berliner Eulenspiegel- Verlag konnte er im Laufe der Jahre immer wieder namhafte Autoren und Kabarettisten zur Mitwirkung ermuntern.

 

In diesem Jahr findet die Veranstaltung am 3. Februar um 19.00 Uhr im Hildburghäuser Georgensaal statt. Mit Stephan Schulz wurde diesmal ein Autor der jüngeren Generation verpflichtet.

 

Geboren 1972, wuchs Schulz in Burg bei Magdeburg auf. Er studierte Germanistik, Soziologie und Politikwissenschaften und „stellte fest, dass das Hörsaalwissen nicht weit führt, weil sich die Politik so selten an die Wissenschaft hält“. Deswegen schreibt er so gern über dieses Spannungsverhältnis – als Redakteur beim Mitteldeutschen Rundfunk und als Buchautor. Sein erstes Buch, »What a Wonderful World – als Louis Armstrong durch den Osten tourte«, wurde mit dem Swinging Hamburg-Jazz-Award ausgezeichnet. Stephan Schulz ist Vater von zwei Kindern und lebt mit seiner Familie in Magdeburg.

 

Sein jüngstes Buch trägt den Titel „Bück Dich Genosse!“ und verspricht im Nebentitel „rabenschwarze Geschichten eines Provinzlers“.

 

Im Begleittext des Verlags heißt es dazu :

 

»Den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf«, schallt es vom Piratenschiff, die panzerglasdicke Brille zurechtgerückt, das Captain-Jack-Sparrow-Gewand sitzt. Moment mal - wann ist Erich Honecker unter die Piraten gegangen?! »Ich ankere tief in deiner Seele«, murrt er. Und zwar so lange, bis die Geschichten aus der Kindheit und Jugend der DDR aufgeschrieben sind. Eulenspiegel-Autor Stephan Schulz bleibt also nichts anderes übrig, als genau das zu tun. Da geht es dann um Spritzen mit sozialistischer Wunderheilung, um kapitalistisches Schokoladenpapier, so kostbar, dass es wert war, gebügelt zu werden oder um Menschen, die davon überzeugt waren, dass man gegen die Diktatur des Proletariats am ehesten im Lotto gewinnt. Seltsame Dinge geschehen … Soldaten gehen mit Handgranaten Fische fangen, in einem Lehrlingswohnheim werden Gläser gerückt und Tote zum Leben erweckt, ein Haus wechselt im Tausch gegen ein Schaf den Besitzer.

 

Das ist doch alles absurd? Na sicher! Und wenn es nicht so gewesen wäre, dann hätte es so sein müssen! Die Geschichten von Stephan Schulz stecken voller Überraschungen. Er erzählt über seine Kindheit und Jugend in der DDR aus der einzigen ihm möglichen Perspektive – der Kleinstadtperspektive. Diese Kurzgeschichten funkeln vor rabenschwarzem Witz. Sie dürften jedem, der mit ORWO-Kassetten, Mondos, Kompott, Pockennarben und Muckefuck aufgewachsen ist, die Lachtränen in die Augen treiben. 

 

Ein Eintrittspreis wird für die Veranstaltung auch in diesem Jahr nicht erhoben. Spenden für die Arbeit des Theatervereins werden hingegen gern entgegen genommen. Bücher aus der Feder des Autors können am Veranstaltungstag ebenfalls erworben werden.

 

Interessenten sollten sich auf Grund der begrenzten Platzkapazität unter 03685 709537 oder tilo.kummer@gmx.de anmelden.

 

 

Personen, welche dem rechtsextremen Spektrum zuzurechnen sind, haben keinen Zutritt zur Veranstaltung.